Warum ich ein Fan von Minicomputern wurde oder....Minicomputer….Modeerscheinung oder Alternative ?

Nachdem die Ära der "Homecomputer" vom Schlage des C64 oder Amiga und seiner Konkurrenten vorbei war und die Ära der PC`s begann

hat die Computerei (nicht nur für mich) vieles vom einstigen Reiz verloren

Anstatt selbst kreativ werden zu können war reines konsumieren angesagt.

Richtige Innovationen blieben lange aus und es wurde schlicht alles nur immer schneller grösser und auch leistungshungriger.

Sprich ein heutiger Desktop PC konsumiert heute schon mal 200 - 400 Watt im Vergleich zu den ca. 3-5 Watt eines Kleinrechners

Das freut die Energieerzeuger aber selten den Verbraucher.

Bis dann 2012, begonnen mit dem Raspberry Pi, immer mehr kleine Computer auf den Markt kamen die nicht viel grösser als eine Scheckkarte sind.

Mit dem Erfolg des Raspberry Pi hat im Februar 2012 wohl niemand gerechnet.

Mit mittlerweile mehr als 2 Millionen verkaufter Einheiten ist seine Beliebtheit ungebrochen

Mittlerweile gibt es noch andere Boards die in diesem Segment vertreten sind.

Sei es der Banana Pi , das Cubieboard oder das Hummingboard um nur 3 der wichtigsten zu nennen

Ob es diese Boards  ohne den Erfolg des Raspberry geben würde sei dahingestellt.

Den Ardiuno führe ich hier nicht auf, da es sich bei ihm nicht um einen vollwertigen Computer handelt sondern “nur” um einen frei programmierbaren Mikrocontroller

Doch was macht den Erfolg aus ?

Geplant war der Raspberry Pi als Lerncomputer für englische Schulkinder

Sie sollten weg von der Spielkonsole und etwas von dem lernen was in den Anfängen des Heimcomputers normal war.

Nämlich zu verstehen wie so ein Gerät aufgebaut ist, wie es funktioniert und auch lernen zu programmieren.

Selber kreativ werden und lernen, zu verstehen als nur zu konsumieren ist in der heutigen Zeit mehr als angebracht

Das dieses Vorhaben der Raspberry Foundation aufgegangen ist, lässt sich nicht bestreiten

Doch ist das der einzige Grund für den Erfolg ?

Mittlerweile sind Anwendungsmöglichkeiten wie Sand am Meer entstanden.

Der geneigte Interessent muss allerdings ein gehöriges Mass an Eigeninitiative mitbringen, denn oft ist es nicht einfach so einen Rechenzwerg mit der passenden Software zu versorgen.

Die Community ist zwar riesig und hilfsbereit, aber ein "wenig" Zeit sollte auf jeden Fall eingeplant werden

Leider ist zurzeit der Trend der Hersteller zu bemerken immer leistungsfähigere Hardware auf den Markt zu bringen ohne diese mit den nötigen Treibern zu liefern

Selbst Intel spielt mittlerweile in diesem Segment mit

Man hat die Next Unit of Computing auf Basis der Bay-Trail-Plattform vorgestellt.

Der Minirechner mit dem Celeron-Prozessor N2820 kostet ab 130 Euro, wird jedoch ohne Speicherriegel und Festplatte geliefert

Man darf gespannt sein wie es in diesem Bereich weitergeht.

Denn eins ist klar, an Effizient bzw. am Verhältnis von Stromverbrauch zu Leistung sind die kleinen kaum zu schlagen.

Bei mir bleibt mittlerweile immer öfter der grosse Rechner aus, dafür laufen mehrere Cubietrucks sowohl als Desktoprechner als auch als Server im 24/7 Betrieb